Förderprojekte

 

Der Club Detmold – Lippische Rose hat bisher verschiedene Projekte unterstützt. Schwerpunkte der Förderung der vergangenen Jahre bilden die im Folgenden genannten Projekte. Darüber hinaus hat der Club auch noch verschiedene andere Aktionen mit kleineren Beträgen gefördert.

Zum Glück kann ich schwimmen!"

Die nächsten zwei Jahre stellen wir unter das Motto "Zum Glück kann ich schwimmen!". Denn Deutschland wird zum Land der Nichtschwimmer, 60% aller Kinder können nicht schwimmen. Die zurückgehende Schwimmfertigkeit bei Kindern macht der DLRG mitverantwortlich dafür, dass immer mehr Kinder im Vor- und Grundschulalter bei Badeunfällen sterben (26 in 2018).

Hier wollen wir helfen, indem mit den eingeworbenen Spenden z.B. Wassergewöhnungs- und Schwimmkurse, Eintrittsgelder, Mitgliedschaften in Schwimmvereinen, Tauchclubs oder Wassersportvereinen finanziert werden. Mit Beendigung des Kurses sollte ein Abzeichen (Seepferdchen, Seeräuber oder Bronze) gemacht werden können. Anschließend sollen für jedes Kind individuell Optionen zum Festigen des Erlernten aufgezeigt und gegebenenfalls auch finanziell unterstützt werden.

Kooperationspartner sind z.B. Sport-, Schwimm-, Freibadvereine, DLRG, Kinderschutzbund usw.

Weitergehende Informationen finden Sie im Flyer .

Förderungen im Jahr 2018

Aus den im Vorjahr eingeworbenen Spendengeldern hat der Club in 2018 verschiedene Institutionen mit insgesamt 18.850 Euro gefördert. Darunter sind "altbekannte" wie der Studienfonds OWL, das Haus der Kirche in Herberhausen oder das Projekt Asidlale in Südafrika. Allerdings konnten auch viele "Neue" finanziell unterstützt werden. So haben die Kinderschutzbünde in Detmold, Lage, Lemgo und Horn-Bad Meinberg Beträge zwischen 1.000 und 2.000 Euro erhalten. Damit konnten z.B. Schulstarterpakete oder Material für den Bau von Terrassenmöbeln gekauft werden. Die Tafel in Lage konnte dank der Förderung mit den betreuten Familien einmal einen Ausflug in den Vogelpark in Detmold machen, ein Erlebnis für die ganze Familie, das sonst nicht möglich ist. Der Verein Paulines Töchter in Detmold kümmert sich mit seinem Programm STARK um Gewaltprävention bei Jugendlichen. Letztlich wurde das Mentoringprogramm von Soroptimist Deutschland und als weiteres internationales Projekt ein Schulförderprogramm in Kalkutta finanziell unterstützt. Allen Spendern danken wir sehr herzlich, denn nur durch sie sind diese lokalen, regionalen, bundesweiten und internationalen Förderungen möglich.

Frühkindliche Erziehung in Südafrika

Drei unserer Schwestern haben sich das Projekt zu Herzen genommen und waren im November 2016 vor Ort, um sich selber ein Bild zu machen und die Fördermöglichkeiten auszuloten. Die folgende Projektbeschreibung sowie einige weitere Infos finden Sie im Flyer zum Projekt.

Frühkindliche Erziehung - Early Childhood Development (ECD)“ ist Teil des Masterprojektes „Thol`uwaziThol`impilo Network“ (TTN). Das TTN hat zum Ziel, die Lebenssituation der armen Bevölkerung in Piet Retief, Provinz Mpumalanga, Südafrika zu verbessern. TTN verfügt über fünf mobile Kliniken. Sie fahren über 150 Haltestellen einmal monatlich an und sichern damit die medizinische Grundversorgung von ca. 300 Dörfern. Dabei arbeitet das TTN seit Beginn mit „Peer Educators“, schwarz-afrikanischen Vertrauenspersonen aus den dem Projekt angeschlossenen Dörfern. TTN als „Masterprojekt“ ist seit über 10 Jahren in der Region gut etabliert.

Im TTN Teilprojekt „Frühkindliche Erziehung - Early Childhood Development (ECD)“ geht es um die Bildung von Vorschulkindern. Durch die Peer Educators und die regelmäßigen Besuche der mobilen Kliniken in den Dörfern ist bekannt, dass besonders die kleinen Kinder durch die Lebenssituation in den abgelegenen Dörfern benachteiligt sind. Für viele Kinder, die noch nicht zur Schule gehen, gibt es keine Betreuungsangebote. Eine hohe Anzahl an Waisenkindern (AIDS-Waisen) und alleinerziehenden Müttern, die arbeiten müssen, führt dazu, dass viele Kinder von älteren Dorfbewohnerinnen in ärmlichen Umständen "verwahrt" werden. Eine Untersuchung gemeinsam mit der Tshwane University of Technologie (TUT), Pretoria, bei Erstklässlern der Region hat ergeben, dass es diesen Kindern an den grundlegenden Fähigkeiten für einen guten Schulstart mangelt. Besonders feinmotorische Fähigkeiten sind schlecht ausgebildet, so hatten viele Kinder noch nie einen Stift oder eine Schere in der Hand.

Im Rahmen von ECD wurde mit der Universität die „Asidlale Box“ entwickelt. „Asidlale“ ist Zulu und bedeutet „Spielen“. Mit dieser Box erwerben die Kinder auf spielerische Weise die für ihre Entwicklung und die Schule nötigen Fähigkeiten und können ihre Kreativität entfalten. Die Kiste kann an jedem Ort genutzt werden, es bedarf keiner besonderen Ausstattung der Lernorte, auch vor der kleinsten Hütte kann sie zum Einsatz kommen. Sie wird jeden Werktag für eine Stunde geöffnet und enthält für diese Stunde einen Ablaufplan und Vorschläge für Bastelarbeiten, Spiel, Sport, Gesang - sowie das erforderliche Material. Die Kosten für eine Box (Material, Logistik, Schulung) belaufen sich auf 30,-€ für 3 Jahre. Eine Box enthält Material für durchschnittlich 5 Kinder und kann auf abweichende Gruppengrößen angepasst werden. Die Boxen werden regelmäßig mit Hilfe der Peer Educators neu bestückt und ausgetauscht. Über die Peer Educators erhält das Projektteam auch wichtige Rückmeldungen zur Entwicklung der Box.

Stiftung Studienfonds OWL
Die Stiftung Studienfonds OWL ist ein deutschlandweit einmaliges Kooperationsprojekt der fünf Hochschulen des Landes NRW in Ostwestfalen-Lippe. Gründer und zugleich Vorstand der Stiftung sind die Rektoren und Präsidenten bzw. Präsidentin der fünf Hochschulen. Ziel der Stiftung ist es, Studierende in Ostwestfalen-Lippe sowohl materiell als auch ideell zu fördern, ein Netzwerk zwischen Förderern und Geförderten aufzubauen und dadurch den Hochschul- und Wirtschaftsstandort OWL langfristig zu stärken. Am 6. Juni 2006 wurde der Studienfonds zunächst in Form eines gemeinnützigen Vereins gegründet, bevor am 14. Mai 2009 die privatrechtliche Stiftung Studienfonds OWL gegründet wurde.
Aus den Spendengeldern, den Zustiftungen und den Firmenkontakten, die die Stiftung akquiriert, werden Studierende mit herausragenden Studienleistungen gefördert. Ebenfalls werden besonders bedürftige Studierende unterstüzt, um dazu beizutragen, dass jeder, der geeignet und motiviert ist, ungeachtet der sozialen Herkunft und der finanziellen Lage, in OWL studieren kann. Der SI Club fördert diese Sozialstipendien und hier vor allem Frauen aus Lippe.

Chance Ausbildung Lippe e.V.
Jeder Mensch hat eine Chance auf eine schöne und sichere berufliche Zukunft verdient! Aus diesem Grund ist das Ziel des Vereins "Chance Ausbildung Lippe", Jugendliche und junge Erwachsene mit einer Ausbildung zu fördern, die in regulären Auswahlverfahren nicht berücksichtigt wurden, die ihre Ausbildung im aktuellen Ausbildungsbetrieb nicht fortsetzen oder ihre Ausbildung nur in Teilzeit absolvieren können. Mit der Spende des SI Clubs können z.B. Nachhilfestunden oder Seminare für die Jugendlichen finanziert werden.

Kooperative Herberhausen
Anfang 2016 hat sich in Detmold-Herberhausen der Verein Kooperative Herberhausen gegründet (vgl. Presseartikel der LZ). Er hat die soziale, kulturelle und berufsbezogene Bildung sowie die Integration und Förderung von arbeits- und ausbildungssuchenden Menschen unabhängig von ihrer Herkunft und Religion zum Ziel.
Schon jetzt werden vom Haus der Kirche Dienstleistungen, wie z.B. Catering angeboten. Die dabei mitarbeitenden Frauen erhalten Anerkennung über den Erfolg der Veranstaltung und auch ein geringes Honorar. Dies fördert ihre Integration in unsere Gesellschaft. Die Vereinsgründung gibt dem Engagement eine dauerhafte Basis und eröffnet neue Möglichkeiten vom Catering über kreativ-handwerkliche Tätigkeiten bis zur Gartenpflege.

Auszeit für pflegende Angehörige
Jeden Tag für einen Menschen da zu sein, ihn zu versorgen und zu pflegen, ist eine große Herausforderung und zehrt oft an den eigenen Kräften. Gemeinsam mit der St. Elisabeth-Stiftung Detmold und dem Rotary Club Detmold ermöglichen wir pflegenden Angehörigen im Haus am Kurpark Bad Meinberg eine einwöchige Auszeit: Zeit zum Entspannen, Erholen und Gedanken austauschen. Auf Wunsch wird auch der zu pflegende Angehörige fachgerecht versorgt. Mit dem Erlös unserer Weihnachtsaktionen 2014 fördern wir wie auch im Vorjahr zwei Wochen „Auszeit“.

Hebammenpraxis Floh & Co.
Auch wenn keine genauen Statistiken vorliegen, so scheint die Anzahl junger Mütter zu steigen. Häufig gibt es einen Zusammenhang zwischen Teenieschwangerschaft und Armut. Die jungen Mütter wünschen sich in ihrem Alltag etwas Schönes, das Glück einer eigenen Familie, wissen die Hebammen zu berichten. Seit 2007 betreibt die Hebammenpraxis Floh & Co. in Detmold deshalb das Projekt Teenie-Moms. Im Rahmen ihrer Arbeit als Hebammen begleiten sie in ihrer Freizeit junge Schwangere und Mütter im Alter von 14-23 Jahren. Die jungen Frauen suchen Kontakte zu anderen jungen Schwangeren und Müttern mit ähnlicher Altersstruktur. In zwangloser Atmosphäre haben sie in der Hebammenpraxis die Möglichkeit, sich regelmäßig zu treffen, sich auszutauschen, zu plaudern, die Kinder gemeinsam spielen zu lassen. Unternehmungen und gemeinsames Tun haben dazu geführt, dass die Gruppe sich stabilisiert hat. Das Teenie-Moms Projekt finanziert sich ausschließlich durch Spendengelder (Karitative Clubs, Privatspenden, Kollekten, Erlös aus der Kleiderkiste bei Floh & Co usw.). Der Club hat das Projekt 2008 mit 1.000 Euro unterstützt. In der Zwischenzeit ist eine der Hebammen, Andrea Tillmanns-Bittel, auch Clubmitglied geworden. Mit der Präsidentschaft von Brigitte Spethmann-Heitlage war Floh & Co. unser Hauptförderprojekt.

Streetworker in Detmold

Streetworker oder Straßensozialarbeiter sind in der Regel diplomierte Sozialarbeiter, die mittels der methodischen Vorgehensweise Streetwork versuchen, zu problembelasteten Zielgruppen, die nicht mehr von herkömmlichen sozialen Hilfeeinrichtungen erreicht werden, Zugang herzustellen und ihnen im weiteren Verlauf Unterstützungsangebote zukommen zu lassen. In Detmold gibt es drei Streetworker, die sich vor allem um Jugendliche kümmern. Im Jahr 2010 hat der Club die Arbeit der Streetworker mit 11.000 Euro unterstützt. Gefördert wurden damit u.a. eine Mädchengruppe in der Villa am Hügel. Dort wird über zwei Monate zwei Mal pro Woche ein Anti-Aggressionstraining angeboten. Das zweite Projekt, das durch den Club mit unterstützt wurde, ist ein Risiko-Kompetenztraining für junge Menschen. Auch der Erlös der Weihnachtssäckchenaktion 2011 ging wie in 2010 wieder an die Streetworker.

SMS – Singen macht Sinn
SMS – Singen macht Sinn “ ist ein Förderprojekt für das Singen von Grundschulkindern in der Region Ostwestfalen-Lippe. SMS will einerseits die Musizierfreude und Singfähigkeit der Schüler entwickeln und andererseits die Ausbildung der Lehrkräfte intensivieren.
SMS basiert auf der Überzeugung, dass Musizieren und insbesondere Singen die Persönlichkeits-Entwicklung von Kindern positiv beeinflussen. Demgegenüber ist eine weitgehende Singunfähigkeit der jungen Generation festzustellen, die vielschichtige und langfristige Ursachen hat. Das auf drei Jahre angelegte Projekt (2009-2011) ist daher von mehreren Säulen getragen und auf eine starke Nachhaltigkeit seiner Fördermaßnahmen hin konzipiert.
Das Besondere an SMS ist, dass neben der Projektarbeit in ausgewählten Grund- und Förderschulen die Aus- und Fortbildung zukünftiger und aktueller Lehrkräfte im Zentrum des Projektes steht. Das Wahlmodul „Basiskompetenz Stimme“ für Studierende und Lehramtsanwärter aller Fachrichtungen zielt auf einen möglichst breiten Einsatz des Singens in der Grundschule, nicht nur im Musikunterricht. Gleichzeitig sorgt der Masterstudiengang „Singen mit Kindern“ für qualifizierten Nachwuchs von Fachkräften zur theoretischen wie praktischen Weiterentwicklung des Faches.
SMS ist ein Gemeinschaftsprojekt der Hochschule für Musik Detmold, der Universitäten Bielefeld und Paderborn, der Bezirksregierung Detmold sowie von Musikschulen, Schulen und Studienseminaren in Ostwestfalen-Lippe. Der Gesamtetat beträgt rund 590.000 Euro. Das Projekt wird gefördert von der Familie-Osthushenrich-Stiftung (350.000 Euro) und der Landesregierung Nordrhein-Westfalen (Staatskanzlei, Schulministerium und Wissenschaftsministerium zusammen rund 217.000 Euro). Hinzu kommen Spenden sowie Eigenmittel der Projektpartner. Auch hier leistete der Club einen, wenn auch kleinen Beitrag (1.000 Euro in 2009).

Frauenhaus Lippe
"Ein Weg aus der Gewalt in die Sicherheit" ist das Motto des Frauenhauses Lippe. Das Frauenhaus Lippe kümmert sich um Frauen, die von seelischer oder körperlicher Gewalt bedroht oder betroffen sind. Es berät und informiert, bietet Schutz und Wohnung und zeigt Mittel und Wege aus der aktuellen Situation auf. Die Mitarbeiterinnen sehen in erster Linie ihre Aufgabe in der Soforthilfe und Unterstützung. Einzelgespräche und/oder Gruppenarbeit können den Weg für einen angstfreien Neuanfang ebnen. Bei Wohnungssuche, Umzug, Jobsuche, Behördengängen, etc. kann das Frauenhaus behilflich sein. Auf Wunsche werden die Frauen auch nach dem Aufenthalt im Frauenhaus von den Mitarbeiterinnen auf ihrem Weg weiter begleitet. Für diese Arbeit wird laufend Unterstützung gesucht. Ob Kleidung, Spielzeug oder Geld; alles hilft. In diesem Sinne hat der Club das Frauenhaus Lippe schon mehrfach unterstützt.

Wenn Sie weitere Informationen zu den Projekten bekommen möchten, kontakten Sie uns bitte.

NÄCHSTER CLUB-ABEND

am Montag, 14.01.2019, 19:30 Uhr
(regulär: jeder 2. Montag im Monat)

Thema:  „Lemgo Digital“ Projektleiter Jens-Peter Seick  (Fraunhofer Institut)

Clublokal:
Restaurant Stadtgeflüster
Altstadt-Hotel
Exterstr. 5, 32756 Detmold
Tel. 05231 / 96 20 50
www.altstadthotel-detmold.de

KONTAKT

Soroptimist-Club Detmold-Lippische Rose
Präsidentin: Konstanze Frank

c/o Schriftführerin
Corinna Dalsaß
Am Ringofen 15
32657 Lemgo

E-Mail: info@si-lippische-rose.de